ADLATUS WINTERTHUR / SCHAFFHAUSEN

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Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Nachfolgelösung

Ein Unternehmer plante die familieninterne Nachfolge seiner Firma. Der Sohn war seit fünf Jahren aktiv im Unternehmen und wollte die Nachfolge antreten. Da der Vater Immobilienprojekte finanziert, musste der Sohn die Firmenaktien kaufen.


Wesentliche Schritte

  • Unternehmensbewertung: Statt einer DCF-Berechnung wurde die Praktikermethode angewendet, die sich an Vergangenheitswerten orientiert. Der ermittelte Wert war tragbar und wurde von allen Erben akzeptiert.
  • Aktionärsbindungsvertrag: Regelung der Beteiligungsverhältnisse, der Übertragungsbeschränkungen und insbesondere Sicherstellung, dass der Sohn nach einer Frist die restlichen Aktien vom Vater kaufen kann und der Vater sie ihm verkaufen muss.
  • Erbvertrag: Aufgrund einer Patchworkfamilie war viel Überzeugungsarbeit notwendig, um alle Beteiligten zur Unterzeichnung zu bewegen.
  • Steuerruling: Schutz vor späteren Steuerforderungen; u.a. Vermeidung einer indirekten Teilliquidation.
  • Finanzierung: Bankenfinanzierung wurde erfolgreich organisiert, unterstützt durch Verträge und Unterlagen von Max Hagen.
  • Zusatzvereinbarungen: Vorhand- und Vorkaufsrechte für Liegenschaften des Vaters, in welchen die Firma Ankermieter ist, wurden geregelt.


Ergebnis

Die Nachfolgelösung wurde einfühlsam und professionell umgesetzt. Der Unternehmer und die Familien sind sehr zufrieden und empfehlen das adlatus-Netzwerk weiter.


Erfolgsfaktoren einer komplexen Nachfolgelösung

  • Praktikermethode für Bewertung: Realistische, tragbare Unternehmensbewertung statt DCF-Berechnung mit Zukunftswerten.
  • Aktionärsbindungsvertrag: Eine Nachfolgeregelung soll dem Nachfolger die Möglichkeit bieten, sämtliche Aktien zu erwerben.
  • Einbezug aller Erben: Frühzeitige Klärung und verbindliche Regelung durch Erbvertrag.
  • Steuerruling: Minimierung von Risiken und Vermeidung späterer Steuerforderungen.
  • Professionelle Finanzierung: Strukturierte Unterlagen und Verträge erleichtern die Bankfinanzierung.
  • Zusatzvereinbarungen: Vorhand- und Vorkaufsrechte für Immobilien, in welchen die Firma Ankermieter ist, sichern langfristige Stabilität.
  • Empathische Moderation: Fingerspitzengefühl und Überzeugungsarbeit bei komplexen Familienkonstellationen.


Und noch dies

  • Frühzeitige Planung ist entscheidend: Je komplexer die Unternehmensaktivitäten und die Familienstruktur, desto wichtiger die rechtzeitige Vorbereitung.
  • Preis muss tragbar sein: Nicht nur Marktwert, sondern auch finanzielle Machbarkeit für Familiennachfolger berücksichtigen.
  • Kommunikation ist Schlüssel: Transparenz und Einbindung aller Beteiligten verhindern spätere Konflikte.
  • Steuerliche Aspekte nicht unterschätzen: Ein Steuerruling kann hohe Kosten vermeiden.
  • Ganzheitliche Betrachtung: Neben der Firma auch Immobilien und andere Vermögenswerte in die Lösung einbeziehen.
  • Externe Expertise lohnt sich: Fachlich versierte Begleitung sorgt für rechtliche und finanzielle Sicherheit sowie Abfederung der emotionalen Aspekte.

Autor: Max Hagen, Dipl. Wirtschaftsprüfer, Dietlikon, März 2026